Website Ratgeber

HTML, Webbaukasten oder CMS - welches System ist das richtige für Sie?

Jedes System hat Vor- und Nachteile. Die grundlegende Frage sollte aber immer sein: Was brauche ich für meine Bedürfnisse? Nur, weil Sie samstags zum Bäcker fahren, brauchen Sie kein Speditionsunternehmen. Andererseits wollen Sie auch nicht mit der Schubkarre einkaufen. Ähnlich verhält es sich bei der Wahl der richtigen Website. In diesem kleinen Ratgeber gebe ich Ihnen Tipps zur Orientierung.

Viele Webseiten sind auf einer nicht unbedingt geeigneten Plattform aufgebaut. Dies verursacht am Ende ein sehr aufwändiges Arbeiten, sei es in der Erstellung von Inhalten oder in der Pflege der eigenen Homepage. Sich vorab bewusst zu sein, wieviel Zeit man investieren möchte und welche Aufgaben man sich zutraut, ist durchaus wichtig. Es hilft, viele Entscheidungen zu vereinfachen und führt schneller zum gewünschten Resultat.

Die drei Kontrahenten sind Statische Websites, Webbaukästen und Content Management Systeme. Wer hat welches Potenzial und wo ist der Haken?

Statische Websites

HTML & CSS sind die Grundbausteine des Internets. Man darf sich jedoch nicht täuschen lassen. Es klingt zwar simpel, ist aber in Design und Geschwindigkeit absolut kein Nachteil.

HTML (Hypertext Markup Language) allein reicht aus, um Inhalte darzustellen. Je sauberer und semantischer die Programmierung, desto einfacher kann das Dokument ausgelesen und dargestellt werden. Für die Gestaltung und alle anderen, optischen Haschereien ist CSS (Cascading Style Sheets) verantwortlich.

Egal, welches System man nutzt, an diesen beiden geht kein Weg vorbei.
Eine in diesen Programmiersprachen entworfene Website ist sozusagen auf das Minimum beschränkt, aber dennoch sehr modern. Der Code kann überall ohne Probleme ausgelesen werden - selbst an der ältesten Möhre. Da nur programmiert ist, was wirklich benötigt wird, sind die Seiten recht schnell - ein Plus bei Google und Co.

Zwar ist diese Art der Webprogrammierung nicht von Haus aus responsive, aber die Möglichkeiten zur Anpassung sind vielfältig. Sie können ihre Homepage auf einem Mobilgerät gänzlich anders aussehen lassen als auf einem Desktop-Computer.

Der Haken

Statische Webseiten sind wirklich statisch. Einmal aufgebaut, sind sie nur durch erneute Programmierung zu bearbeiten. Dies wiegt besonders schwer, wenn man öfter inhaltliche Änderungen an der Seite vornehmen will. Mit ein paar Mausklicks ist es nicht getan, denn eine Benutzeroberfläche gibt es nicht. Ohne Kenntnisse ist das also nicht zu schaffen.

Wann lohnt sich die statische Website?

  • Wenn Sie nicht in regelmäßigen Intervallen, sondern nur gelegentlich neue Inhalte veröffentlichen oder Änderungen vornehmen.

  • Wenn es Ihnen davor graut, Zeit und Arbeit in die eigene Homepage zu investieren.

  • Wenn Sie sich mit den Programmiersprachen auskennen, oder jemanden kennen, der sie kann.

  • Wenn Sie im Netz Präsenz zeigen wollen, ohne viel Geld zu investieren.

Webbaukästen

Anmelden und Loslegen. Das große Versprechen aller Anbieter und die vermeintlich beste Wahl für individuelle Webseiten. 

Webbaukästen sind dafür gedacht, jedem die Erstellung von Internetseiten zu ermöglichen. Eine Anmeldung genügt und schon kann man damit beginnen, die eigene Homepage zu gestalten.
Je nach Anbieter und gewähltem Paket erhält man verschiedene Tools, mit denen sich von der einfachen Website bis zum Webshop einiges erstellen lässt. Die einfache Benutzeroberfläche bietet schnellen Zugang zu den grundlegenden Funktionen und erleichtert das Hinzufügen von Texten oder Bildern enorm. Auch kleinere Design-Anpassungen sind schnell realisiert.

Die Tatsache, dass es im Netz etliche Experten für die einzelnen Anbieter gibt, lässt jedoch aufhorchen.

Der Haken

Eine Seite aufzubauen, funktioniert soweit ganz gut. Die Bedienung ist gelegentlich etwas mühsam, aber man arbeitet sich schnell ein. Bis man an dem Punkt angelangt ist, etwas umfangreicher gestalten zu wollen. Hier kommt man nur weiter, indem man selbst programmiert - und das kann bekanntlich nicht jeder.

Zudem ist die Auswahl an verfügbaren Elementen meist begrenzt. Unter Umständen kommen für besondere Wünsche noch weitere Gebühren hinzu, die die Endabrechnung nicht mehr so günstig erscheinen lassen. Man sollte auch bedenken, dass diese Webbaukästen für kleine bis mittelgroße Websites gedacht sind. Große Mengen an Inhalten sollten in anderen Systemen organisiert werden.

Wann lohnt sich ein Baukasten?

  • Wenn Sie selbst an Ihrer Website arbeiten möchten - die Benutzeroberfläche ist relativ simpel.

  • Wenn Sie regelmäßig neue Inhalte auf Ihrer Seite veröffentlichen wollen.

  • Wenn Ihnen eine der Basisversionen ausreicht - alles andere ist übertrieben teuer.

Content Management Systeme (CMS)

CMS wie Wordpress oder Joomla bieten, ähnlich den Webbaukästen, die Möglichkeit zur recht frequenten Veröffentlichung Ihrer Inhalte. Allerdings spielt sich alles auf einem gänzlich anderen Niveau ab. CMS laden ihre Inhalte dynamisch und sind auf Datenbanken angewiesen. Das machen Baukästen zwar auch, aber davon bekommen Sie dort nichts mit. Vorab muss zudem die gewünschte Plattform selbst installiert werden. Ein direktes „Loslegen“ ist also nicht drin.

Dafür erhält man aber ein sehr ausgereiftes und professionelles Werkzeug, welches sich beliebig erweitern lässt. Sie können Webseiten, Onlineshops, einen Blog und vieles mehr kreieren. Ist einmal alles installiert und eingerichtet, wird auch das Hinzufügen von Bildern, Texten und weiteren Inhalten eine leichte Aufgabe. Eine regelmäßige Wartung der Website ist jedoch sehr wichtig, um Sicherheit und Funktion zu wahren.

Der Haken

Für den normalen Nutzer ist ein solches System beim ersten Anblick des Dateibaumes kein schönes Erlebnis. Um die Funktionalität zu gewährleisten, benötigt es eine Menge Code und jede Erweiterung bringt ihren eigenen mit. Da kommt es auch mal zu Fehlfunktionen, wenn ein PlugIn nicht mit dem anderen kompatibel ist. Die Suche nach Fehlern ist entsprechend aufwändiger. Auch bei Updates gilt es, Vorsicht walten zu lassen. Diese sind zwingend notwendig, aber auch potentielle Kandidaten für unerwartete Probleme. Wer mit einem CMS arbeiten möchte, sollte sich gut einarbeiten.

Wann lohnt sich ein CMS?

  • Wenn Sie regelmäßig neue Inhalte in Ihre Homepage integrieren und diese dynamisch einsetzen wollen.

  • Wenn Sie umfangreiche Funktionen und Erweiterungen für die Umsetzung ihres Webauftrittes benötigen.

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