Wordpress Tipps #1

Kann man ohne Vorkenntnisse und kostenlos eine Website mit Wordpress betreiben? Was gibt es zu beachten?

Die Antwort vorweg: Ja das geht…theoretisch. Denn Sie müssen einige Abstriche machen. Wenn es um spezielle Wünsche bezüglich Design und Funktion geht, wird es schwieriger. Aber fangen wir vorne an:

Wordpress ist in seiner Grundfunktion kostenlos. Zudem gibt es unzählige frei verfügbare Themes, die Ihnen die Gestaltung erleichtern. Auch Plugins gibt es für jeden Bedarf zum freien Download. Oftmals sind dies Einsteigerversionen von kostenpflichtigen Plugins, die in ihrer Funktionalität eingeschränkt sind. Wenn Ihnen die verfügbaren Funktionen und Gestaltungsmöglichkeiten ausreichen, können Sie also ohne Kosten eine Website erstellen.

Genau hier liegt aber der Fisch an Land. Meist haben Sie schon eine Vorstellung, wie Ihre neue Website aussehen soll. Vielleicht haben Sie auch auf einer anderen Seite etwas entdeckt, das Ihnen so auch gefallen würde. Meine Einschätzung: Das gibt es nicht immer umsonst.

Wie ich dazu komme, erkläre ich im Einzelnen. Sehen wir uns doch einmal an, welche Dinge für Ihre Website nötig sind:

Themes für Wordpress

Starten wir also bei der Auswahl des Themes. Schließlich soll Ihre neue Internetpräsenz auch Eindruck machen.

Themes für Wordpress gibt es viele, weshalb Sie schnell fündig werden. Doch nun müssen Sie genauer hinsehen. Gibt es technischen Support? Oder ist dieser nur für die kostenpflichtige Version verfügbar? Desweiteren sollten Sie darauf achten, ob Ihr gewünschtes Theme regelmäßige Updates bekommt. Diese sind für die Sicherheit Ihrer Website elementar.

So schränken Sie die Auswahl deutlich ein. Nun bleibt nur zu hoffen, dass eines der verbleibenden Angebote Ihren Wünschen entspricht. Ist dem nicht der Fall, müssen Sie einen gestalterischen Kompromiss eingehen. Oder Sie kaufen ein fertiges Theme. Diese kosten etwa 50 Euro und beinhalten meist ein Jahr Support.

Ist doch ein Schnäppchen, werden Sie jetzt sagen. Und Sie haben Recht. Sie bekommen jede Menge für Ihr Geld. Manchmal jedoch etwas zu viel. Lassen Sie sich nicht von der Masse der enthaltenen Funktionen täuschen. Fragen Sie sich ehrlich, ob Sie das alles benötigen. Wenn Sie von 100 Elementen nur wenige nutzen, macht es keinen Sinn. Ihre Datenbank muss unnützen Code verwalten und wird dadurch nicht leerer. Auch die Geschwindigkeit Ihrer Website kann darunter leiden. Dies sollten Sie unbedingt vermeiden.

Fazit

Das Theme ist nicht der Kostentreiber. Es ist ohne weiteres möglich, ein gutes und kostenloses zu finden. Bei besonderen Vorstellungen bezüglich Design ist ein gekauftes Theme nicht unpraktisch. Oft beinhaltet es bereits bestimmte Funktionen, die Sie später in Form eines Plugins einbinden müssten. Achten Sie beim Kauf jedoch darauf, nicht die eierlegende Wollmilchsau zu wählen. Weniger ist manchmal mehr.

Plugins für Wordpress

Werfen wir nun einen Blick auf die Plugins, die Wordpress zu einem mächtigen Tool machen.

Wenn es viele Themes gibt, dann gibt es unglaublich viele Plugins. Die kleinen bis extrem umfangreichen Helfer machen aus Wordpress alles erdenkliche. Wordpress selbst wurde ursprünglich als Blog konzipiert. Es bietet eine Plattform für die Veröffentlichung von Beiträgen und Medien in einem strukturierenden Überbau. Dass heute große Firmen und viele Onlineshops auch auf Basis von Wordpress funktionieren, verdanken wir den Plugins.

Entsprechend ihrer Vielfalt gestaltet sich jedoch auch der Preis. Wobei dieser nicht zwingend vom Funktionsumfang eines Plugins abhängig ist. Es gibt fantastische, kostenfreie Plugins mit allen notwendigen Einstellungs- und Bearbeitungsmöglichkeiten. Diese zu finden gleicht aber mitunter der Suche nach der Nadel…Sie kennen das ja. Als Orientierungspunkt gilt vielen die Anzahl der aktiven Nutzer. Das ist meines Erachtens aber ein zweischneidiges Schwert. Niemand weiß, wie gepflegt, sprich aktuell diese Webseiten sind. Gut möglich, dass von 100.000 aktiven Installationen ein Großteil noch nicht das letzte Systemupdate gemacht, und daher kein Problem hat. Achten Sie deswegen eher darauf, ob das Plugin mit der neuesten Version von Wordpress kompatibel ist. Ebenso wichtig ist, dass das Plugin gut supportet ist und regelmäßig aktualisiert wird. Sie finden all diese Informationen auf den Detailseiten der einzelnen Plugins.

Wie bei den Themes gibt es aber auch hier ähnliches zu beachten.

Ja, Sie werden einige Plugins benötigen. In allererster Linie für die Sicherheit Ihrer Website. Dennoch gleich zu Beginn der Hinweis: Nutzen Sie möglichst wenige. Und im besten Fall testen Sie diese nicht auf Ihrer aktuellen Onlinepräsenz. Nicht jedes Plugin verträgt sich mit den anderen. Da kann es ganz böse Überraschungen geben, wenn Ihre Webseite plötzlich aus Fehlermeldungen besteht.

Aber ist der Einsatz von Plugins für eine gewöhnliche Website überhaupt notwendig? Ganz bestimmt. Wie zuvor erwähnt, helfen diese Ihnen bei der Absicherung Ihrer Seite. Besonders Websites mit Kommentarfunktionen profitieren von Spamfiltern. Aber auch alle übrigen sollten mit den richtigen Sicherheitsmaßnahmen ausgestattet werden.
Für Kontaktformulare, ansprechendes Design Ihrer Beiträge und vieles mehr kommen Sie an Plugins kaum vorbei.

Fazit

Wenn Ihre Ansprüche in Hinsicht auf Funktion und Gestaltung weniger ausgeprägt sind, schaffen Sie es auch mit kostenlosen Plugins. Möchten Sie jedoch eines kaufen, erinnern Sie sich an die Sache mit den Themes…nicht zuviel des Ganzen. Sind 20 Layouts für eine Galerie wirlich nötig? Brauche ich die moderne Benutzeroberfläche, oder reicht auch der simplere Ansatz? Muss ich wirklich für jedes kleine Feld Schriftgröße, Farbe und Abstände einstellen? Sie sehen, worauf es hinausläuft. Achten Sie bitte ebenso auf die Preisgestaltung. Auch bei den Plugins ist das Abo-Modell in Mode gekommen. Mitunter werden da sogar recht hohe monatliche Raten fällig.

Pagebuilder für Wordpress

Eine Alternative zum fertigen Theme sind Pagebuilder. Auch sie sind mit vielen weiteren Plugins kompatibel und machen Spaß bei der Erstellung einer Website.

Pagebuilder sind im Prinzip auch Plugins. Sie ermöglichen jedoch explizit die gesamte Gestaltung Ihrer Website. Und das zumeist per Drag & Drop. Im Grunde ersetzen bzw. ergänzen sie den Wordpress eigenen Editor. Dieser zählt seit der Einführung des Gutenberg Pagebuilders aber ohnehin zu dieser Kategorie.

Ok. Also wenn Wordpress so oder so mit einem Pagebuilder funktioniert, wozu gibt es dann so viele Alternativen? Ganz einfach: Es verhält sich wie mit den Plugins. Die einen können dies, die anderen das. Manche können mehr - oder besser, bieten mehr als andere.

Ihre Gemeinsamkeit ist es, Webseiten schnell und einfach zu gestalten. Etliche Editoren ermöglichen sogar die visuelle Bearbeitung. Sie sehen also sofort, was Sie tun und wie Ihre fertige Seite aussieht. Sie können Elemente erstellen und positionieren, Farben ändern oder auch komplett vorgefertigte Layouts nutzen. Die Möglichkeiten sind abhängig vom Anbieter. Diese geizen zumeist nicht mit Funktionen, besonders in den kostenpflichtigen Varianten.

Und da sind wir auch gleich bei einem der problematischen Aspekte. Wenn Sie bereits klare Vorstellungen von Ihrem Projekt haben und diese mit einem Pagebuilder umsetzen wollen, benötigen Sie unter Umständen die professionelle Version des Plugins. Und da sollten Sie dann besser eine nutzen, die Sie bezahlen. Und zwar aus folgenden Gründen: Sie erhalten zumindest zeitlich limitierten Support, da Sie nicht Nutzer sondern Kunde sind. Zudem sind einige kostenfreie Angebote problematisch in ihrer Datennutzung. Achten Sie in der heutigen Zeit immer auf DSGVO konforme Plugins.

Beachten Sie auch wieder Ihre geplante Nutzung. Brauchen Sie einem Pagebuilder mit dem Sie das gesamte Internet nachbauen könnten? Man könnte ja so manches vielleicht später mal gebrauchen? Natürlich sind die Angebote verlockend. Trotzdem sollten Sie Ihre Website immer auf ein machbares Minimum reduzieren. Was nicht sein muss, kann auch keine Fehler oder Probleme verursachen. Außerdem sparen Sie so vielleicht noch Geld.

Die Kosten für Pagebuilder liegen in etwa zwischen 30 und 300 Euro. Wobei für eine einzelne Website eher 50 bis 100 Euro zu kalkulieren sind. Nur für Lizenzen, die mehrere Domains abdecken, müssen Sie wirklich tief in die Tasche greifen. Beachten Sie aber, dass dies bei manchem Anbieter ein Abo-Preis ist.

Fazit

Es kommt wie immer darauf an, welche Ansprüche Sie selbst stellen. Ist Ihnen die exakte Gestaltung egal, können Sie auf das ein oder andere verzichten? Dann haben Sie mit den kostenfreien Versionen sicher Spaß. Möchten Sie aber mehr Einfluss nehmen, visuell gestalten oder bestimmte Funktionen nicht extra als Plugin kaufen, werden Sie finanziell dafür aufkommen müssen.

Kontakt

pixelbetreuer logo-animation-css

Email
kontakt@pixelbetreuer.de

Telefon
+49 2183 5668

Geschäftszeiten

Montag 10:00 bis 18:00
Dienstag 10:00 bis 18:00
Mittwoch 10:00 bis 18:00
Donnerstag 10:00 bis 18:00
Freitag 10:00 bis 16:00